Minun asunto – Meine Wohnung

Hei Hei!

Es gibt Neuigkeiten! Heute ist Kristina, die deutsche Medizinstudentin bei uns eingezogen. Das ist sehr praktisch, weil wir jetzt immer zusammen Finnisch lernen können 🙂 Heute haben wir auch schon ganz fleißig unsere Hausaufgaben für morgen erledigt…

Gestern habe ich Jarno und Antti zur Fähre nach Danzig zusammen mit deren Chauffeur Jukka gebracht. Jukka ist ein weiterer Finne, der aber nicht Samis Bruder ist. Er studiert Wirtschaft und wird nächstes Semester fertig sein. Nachdem wir die Jungs sicher an den Hafen gebracht haben, zeigte er mir mit dem Auto noch ein bisschen die Gegend und ein paar schne Strände in der Gegend. Heute ist bei uns full house, nicht nur, weil nun Ellu, Kristina und ich die neue Mädels WG bilden, sondern weil heute auch noch Eluus Mutter und Schwester zu Besuch da sind. Dafür habe ich eigens riskiert einen Butterkuchen nach Gefühl zu backen. Unserer Küche fehlt nämlich eine Waage, Messbecher und Mixer. Der Kuchen ist aber trotzdem superlecker geworden! Und weil ich die Kamera gerade in der Hand hatte, habe ich auch gleich noch das Beweisfoto von der Gasmaske im Badezimmer gemacht:Das typisch finnische Badezimmer ohne Plantschbeckenzone ist hier zusehen:

Und, wo wir grade dabei sind, auch noch einige Fotos von der Wohnung. Z.B. den liebevoll beklebten Kühlschrank, mit einem Zettel von  einer Jasmin.

Unser Wohnzimmer mit den 2 Ledercouches und dem größenwahnsinnigen Fernseher darf hier natürlich auch nicht unerwähnt bleiben.

Soweit, sogut. Das Wochenende war voller Aktivitäten. Zusammen mit Jenni, Marco, Ellu, Antti, Kristina und Jarno haben wir am Donnerstag abend ganz kulturgetreu Wraps  gemacht, alle möglichen finnischen und nichtfinnischen Bier- und Weinsorten, sowie Cidre vorgesetzt bekommen und bis tief in die Nacht hinein geredet und auf dem Spielplatz im Innenhof geschaukelt.

Am nächsten Tag habe ich mit der spanischen Philosophin aus meinem Sprachkurs in einem Park gefrühstück. Es gab Salat mit Avocados, Oliven und finnischem Käse, belegte Vollkornbrote, Obst und Schoko(kekse).  Gibt es einen perfekteren Start in den Tag? Romina schreibt gerade an ihrer Masterarbeit, in der sie den Einfluss von Städtebau und Lebensart untersucht. Als wir durch die Stadt , vorbei an der Felsenkirche und vielen Museen liefen, haben wir sehr interessante Gespräche über die Beschleunigung durch die vermeintlich erleichternde, sich selbst überschlagende Technik geführt.

Für die Philosophin aus Madrid sind Museen deshalb so besonders, weil sie in dem rastlosen Zeitfluss Inseln des Stillstands bilden. In diesem Zeitvakuum erlauben sich die Besucher bewusst nicht zu funktionieren, sondern sich einfach in der Kunst fallen zu lassen.

Nachdem wir das innere der Felsenkirche erkundet haben, gingen wir zusammen mit Antje, einer deutschen Studentin, die Ernährungstechnologie studiert, in eine Fotogalerie mit mehreren Austellungen von verschiedenen Künstlern.  Ein Thema war “Dark Zone”, wo Menschen und Orte in Helsinki in Schwarz Weiss porträtiert wurden.

Das zweite Hauptthema war der Wald. Zum einen der japanische und zum anderen der finnische Wald. Die Fotos haben mir besonders gut gefallen, es war fast wie ein richtiger Waldspaziergang. Danach sind wir tatsächlich noch durch einen Friedhof gewandelt, wo Carl Ludvig Engel begraben liegt. Er hat die große weiße Kirche im Stadtzentrum und u.a. die ehemalige Unibibo entworfen. Um den Tag abzurunden, sind wir noch an den sonnigen Sandstrand gegangen, wo sich ein Finne Bleichmittel in die Haare schmieren lassen. Obwohl die Finnen alle ziemlich “männlich” sind, ist das Blondieren unter Männern keine Schande. Man kann die Dimension der kosmetischen Unterziehung durchaus dem Nägel- und Haareschneiden zuordnen.

Des Nachts habe ich mich dann nochmal mit Antje und ihrer tartarischen Freundin in der Stadt getroffen, um das Helsinkier Partyflair einzuatmen. Der Stadtplan lies uns leider im Stich, doch zum Glück lief in unserer größten Not eine relativ stylisch aussehende Truppe vorbei. Widerspruchslos wurde mein kreativer Vorschlag angenommen, die Gruppe einfach heimlich still und leise auf High Heels zu verfolgen…und tatsächlichen landeten wir mit unserem Beschattungskommando in der Bar, die wir ursprünglich angepeilt hatten: Die Bar Loose. Eine Art Rockercafe, mit trilingualem Türsteher, der mich auf Spanisch und die anderen auf Finnisch und Englisch anschnackte. Neben den horrenden Alkpreisen wurde uns von einem Mann kurz bevor wir nach Hause gehen wollten, wortlos ein Zettel mit einem Straßennamen in die Hand gedrückt…hmm in Deutschland erwartet man ja eher Telefonnummern…besagter Herr ist dann an uns vorbei aus der Bar gegangen. Ist das Flirten auf Finnisch? Man weiss es noch nicht…

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