The Golden Forest Exhibiton @ Tennispalatsi, Helsinki

Moi Ystävät! – Hallo Freunde!

Ritva Kovalainen: Kamo no Ohkusu, Sacred Places, 2009.

In den 2 Wochen seit dem letzten Blog-Eintrag ist so einiges passiert und die Quintessenz dieser fantastischen Zeit ist kaum möglich in diesen Blog zu pressen. Doch nichtsdestotrotz möchte ich euch unbedingt eine Ausstellung zeigen, die mich wirklich begeistert hat & die ich vorher nur am Rande erwähnt habe: The Golden Forest, eine Fotoausstellung von Wäldern in Finnland und Japan, die sich mit der Position der Menschen in der Natur beschäftigt. Sind wir ein untergeordneter Teil der Natur oder dominieren wir sie? Ist unsere Beziehung zur Natur spirituell oder rein materialistisch? Und was unterscheidet Natur von Kultur?

Die 2 finnischen Künstler Ritva Kovalainen und Sanni Seppo haben sich auf die Reise in japanische Wälder auf die Insel Shikoku gemacht, die kleinste der 4 Inseln Japans, wo das alte, shitoistische Volk an das Kami glaubt, an den heiligen Geist in jedem Teil der Natur. Jeder Stein, jeder Fluss, jeder Mensch und jeder Baum wird im Shitoismus als Element einer sakralen Einheit wahrgenommen und verehrt.

Heute jedoch, werden viele der alten Bäume für den japanischen Zedern-Handel gefällt und durch junge Monokulturen von Pinienbäume ersetzt, sodass die Dorfbewohner der Gegend nur noch vereinzelt die Bäume mit ihren heiligen Schreinen und Opfergaben verehren können.

Die Tatsache, dass einige Bäume bereits mehrere 1000 Jahre alt sind, welche unzählige Generationen von Menschen überdauert haben, die diese Bäume besuchten und ehrten, finde ich unglaublich beeindruckend. In der Ausstellung sahen wir zwar nur die Abbildungen einiger dieser heiligen Bäume, doch diese allein haben eine imponierende und beruhigende Wirkung auf mich gemacht, dass man fast das Gefühl hatte, wirklich durch alte japanische Wälder zu wandeln.

Ein weiterer Teil der Ausstellung ist die Serie Softly Sways the Ancient Pine, in der Bilder von einem unberührten finnischen Wald gezeigt werden. Mittlerweile ist nur noch ein kleiner %Teil des finnischen Waldes tatsächlich unberührt und befindet sich hauptsächlich im nördlichen und östlichen Teil des Landes.  Da Finnland zum Gr0ßteil vom Holzexport lebt, führte die massive Abholzung alter Wälder und die Anpflanzung von Monokulturen zu einer Fragmentierung und zum Schaden der vielfältigen Flora und Fauna

In Finnland gibt jedoch viele Aktivisten, die sich für den Erhalt der alten Wälder einsetzen und demonstrieren. Unser Finnisch-Lehrer, Jorma, erzählte uns letzte Woche sogar, dass wir uns nicht wundern sollten, wenn wir ab und an einen Finnen sehen, der einen Baum umarmt oder mit ihm spricht. Und wisst ihr was? – Einen Tag später habe ich mitten auf der Straße, am hellichtem Tage eine Finnin beobachtet, die einen jungen Baum hingebungsvoll umschlossen hat. Eine Praxis, die mir sehr gefällt! Diese Erfahrung hat mich daran erinnert, dass wir uns im hektischen Alltag zwischendurch auf unsere Wurzeln, auf unsere Verwurzelung mit der Natur besinnen sollten und dass eine kurze Verschmelzung mit einem Baum wahre Wunder bewirken kann!

Also, liebe Leute! Als Tipp des Tages sei euch ans Herz gelegt: Sucht euch irgendwo ein stilles Plätzchen in der Natur, lauscht eine Weile dem Klang des Waldes mit all seinen Bewohnern und wenn ihr soweit im Einklang mit der ruhigen Umgebung seid – umarmt einen Baum, der euch auf irgendeine besondere Weise anzieht.

Es klingt vielleicht etwas hippiesque, aber so wie ich uns kenne, ist das nichts Schlechtes ;o)

L.O.V.E. an Alle!

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